Positives Denken

Es hängt von Dir ab, ob Du das Glas als halbvoll oder halbleer wahrnimmst.

Nur Du allein entscheidest, wie Du auf das reagierst, was Dir der Alltag bringt.

„Glück-Haben“ hat eine Menge mit positivem Denken zu tun. So können z.B. zwei unterschiedliche Menschen ein und dieselbe Situation sehr unterschiedlich wahrnehmen:

Zwei Gefangene sahen durch
die Gitter in die Ferne;
der eine sah nur Schmutz,
der andere die Sterne.

(Unbekannt)

Manche Menschen, beklagen sich auch unter den besten Bedingungen.
Und es gibt die anderen, die jeden Moment, alles was sie besitzen und das was sie bereits sind, lieben und schätzen, bewusst wahrnehmen. Und vor allem  messen sie ihr Glück nicht anhand des Glücks der anderen. Sie jagen nicht nach dem Glück von morgen, das vielleicht nie kommen mag. Und sie trauern nicht darüber, was in der Vergangenheit liegt und nicht mehr zu ändern ist.

Diese Menschen sind glücklicher. Sie konzentrieren sich auf die positiven Seiten des Lebens und in den negativen versuchen sie tieferen Sinn zu finden.

Im Yoga lernen wir die negativen Denkmuster „umzuprogrammieren“. Es geht nicht darum, dass sich alles direkt nach unseren Vorstellungen entwickelt und wir mit Glück überhäuft werden, wenn wir positiv denken.

Es geht eher darum, in jeder Situation nach Sinn zu suchen und die Energie nicht für Ärger und Neid zu verschwenden. Wir brauchen diese Energie zum vollständigen Leben und zum Lieben. Lawrence Georg Durrel meinte: „Das Glück beruht oft nur auf dem Entschluss, glücklich zu sein.“ Manch einer würde jetzt protestieren und sagen: „Ich weiß das ja, das tue ich doch, aber warum funktioniert es denn dann doch nicht?“
Es ist nicht nur die Frage der Entscheidung, sondern auch des stetigen Übens, jeden Tag von Anfang an.

Auch hier unterstützt Dich die Yoga-Praxis . Du lernst beispielsweise Deine Gedanken zu beobachten und über Deine Denkweise zu reflektieren. Und langsam erkennst Du festgefahrene Denkmuster, die Dich an Deinem Glück behindern. Nachdem man die Quelle des Unglücklich-Seins bewusst erkannt hat, gilt es diese durch kontinuierliches Umdenken abzustellen.
Unsere Gedanken haben große Macht!

„Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Worte.
Achte auf Deine Worte, denn sie werden Handlungen.
Achte auf Deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten.
Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter.
Achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal.“

(Talmud)

„Es ist sehr schwer, das Glück in uns zu finden, und es ist ganz unmöglich, es anderswo zu finden.“

(Chamfort, französischer Schriftsteller)

Du lernst im Yoga achtsamer zu werden, in Deinen Gedanken und in Deinen Handlungen. Du lernst bewusst Deine Aufmerksamkeit auf positive Gedanken zu lenken.

Das Wichtigste aber: Du lernst den Augenblick bewusst wahrzunehmen und überträgst diese Fähigkeit in den Alltag – Du lernst, Sinn zu finden in dem, was nicht zu ändern ist. Und Du hältst das aus, was sonst kaum zu ertragen wäre.

Durch positives Denken vergeudest Du nicht Deine Energie für negative Emotionen und gewinnst mehr innere Kraft für die Bewältigung der Alltagsanforderungen. Das alles ist nicht zu viel versprochen.

Aber es ist auch nicht leicht. Es muss in einem kontinuierlichen Prozess erarbeitet werden.

Auch Persönlichkeitspsychologen sind davon überzeugt, dass positives und optimistisches Denken erlernbar und trainierbar ist. Optimist-Sein heißt nicht die Realität aus den Augen zu verlieren. Erfolgreiche Optimisten sind auch Realisten: Sie nehmen die Probleme wahr, aber sie verlieren nie den Glauben an eigenes Potential.

„Die wahren Optimisten sind nicht überzeugt, dass alles gut gehen wird, aber sind überzeugt, dass nicht alles schief gehen kann.“

(Friedrich von Schiller)